Oper in vier Bildern von GIACOMO PUCCINI
Der Schriftsteller Rodolfo lebt mit seinen Freunden, dem Maler Marcello, dem Musiker Schaunard und dem Philosophen Colline, in einer Künstler-WG im Pariser Quartier Latin. Auch wenn mitunter das Geld für Miete, Brennholz oder Essen fehlt, ist für die vier das Leben vor allem ein großes Abenteuer. Am Weihnachtsabend lernt Rodolfo die Näherin Mimì kennen, die im selben Haus wohnt. Die beiden verlieben sich ineinander. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Mimì leidet an der Schwindsucht. Das Leben in Armut schadet ihrer Gesundheit – und Rodolfos Eifersucht führt schließlich die Trennung herbei. Als Mimì spürt, dass ihre Kräfte zu Ende gehen, kehrt sie in das Atelier der vier Freunde zurück. Im Angesicht des Todes beschwören Mimì und Rodolfo noch einmal ihre Liebe …
»La Bohème« – uraufgeführt 1896 in Turin – ist Giacomo Puccinis vierte Oper und nach »Manon Lescaut« sein zweiter großer Welterfolg. Das Libretto greift einzelne Episoden aus Henri Murgers Roman von 1851 auf. Dem Pariser Künstlermilieu fühlte sich der Komponist offenbar sehr nahe und so installierte er im heimischen Torre del Lago einen »Bohème«-Club, in dem er mit seinen Freunden ausgiebig feierte – und gleichzeitig arbeitete. Das Thema der Oper – die Unbeschwertheit der Jugend zerbricht an den Realitäten des Lebens – bleibt über alle Zeiten hinweg aktuell.
Dauer ca. 135 Min. inklusive Pause
Tickets für die Vorstellungen am 20. und 22. März in Ludwigshafen erhalten Sie beim Theater im Pfalzbau.
Die Rheinpfalz
8. Dezember 2025, Frank Pommer
“ (…) Der Peitschenschlag der Liebe fällt unerbittlich. Und tatsächlich geht es nun Schlag auf Schlag. Arie Rodolfo, Arie Mimi, Liebesduett. Und wir werden quasi aus dem Sessel gehoben. In Sphären, die man im Alltag noch nicht mal erahnen kann. Dafür geht man ins Musiktheater! (…)
Klingt so ein wenig abgedroschen, aber Angela Nisi und Kazuki Yoshida sind als Mimi und Rodolfo genau das: ein Traumpaar. (…)
Valerie Gels als sinnliche Musetta sowie das Männer-Trio Hyunkyum Kim (Marcello), Johannes Fritsche (Schaunard) und Arkadiusz Jakus (Colline) komplettieren ein Puccini-Ensemble, das ebenso wie der Chor und Kinderchor absolut zu überzeugen weiß. Die Regie ist klug und auf die Personen fokussiert, tut der Handlung keine Gewalt an, sondern erzählt eine ebenso schlüssige – wie am Ende tragische Geschichte. (…)
Das ist modernes Musiktheater auf künstlerisch hohem Niveau. Wer sich das entgehen lässt, dem ist dann halt auch nicht mehr zu helfen.“