Ein Songdrama von ERIK GEDEON
Wir schreiben das Jahr 2056: Dank der Unterstützung von KI ist der Betze Deutscher Meister, auf den Straßen sind selbstfahrende E-Autos omnipräsent und das Pfalztheater hat sich in einen virtuellen Spielort samt Avatar-Ensemble verwandelt. Was für eine irre Vorstellung!
Bei »Ewig jung« jedoch sieht die Zukunft ganz anders aus: Das Pfalztheater ist inzwischen geschlossen und dient als Seniorenresidenz. Die betagten Bewohner: innen sind die ehemaligen Ensemblemitglieder: ein schrulliger Herr mit Goldfischglas samt Fisch, eine miesepetrige Dame, ein selbstgenügsamer Ex-Hippie und ein im hohen Alter noch immer verliebtes Pärchen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht die nervige Oberschwester, die ihre Schützlinge mit Vorträgen über Krankheit und Sterben malträtiert. Dennoch gelingt es der Seniorentruppe, an ausgewählten Abenden ein rockiges Unterhaltungsprogramm zu präsentieren. Dieses hat’s in sich! Schließlich wollen die ehemaligen Schauspieler:innen dafür sorgen, dass die glorreiche Theaterzeit samt ihren größten Rollen und absoluten Lieblingshits wiederaufersteht, bevor der letzte Vorhang endgültig fallen muss.
Erik Gedeon hat mit »Ewig jung« einen schrägen, humorvollen, aber auch bezaubernden Liederabend über das Älterwerden geschrieben. Neben einer wilden Achterbahnfahrt durch die bunte Welt der Pop und Rock-Evergreens begibt sich dieses Stück auch auf eine abenteuerlustige Reise in die Tiefen des Theaterfundus.
Erleben Sie unser Ensemble um mehrere Jahrzehnte gealtert. Eine gehörige Portion Witz und Absurdität ist vorprogrammiert!
Ab 10 Jahren
Tickets für die Vorstellung am 19. Februar in Neustadt erhalten Sie bei ticket regional.
Die Rheinpfalz
19. Januar 2026, Rainer Dick
»Hier ist, hurra, die lustigste Inszenierung des Pfalztheaters Kaiserslautern seit langem! (…) Das Spiel mit Klischees und wohl dosiertem Klamauk driftet sogar bei anrüchigen Stoffwechsel-Späßen nie in platte Büttenreden-Belustigung ab. Im Gegenteil: Wenn die Äußerungen des Pianisten nur als unverständliches Gebrabbel zu vernehmen sind, können sogar Rauschebärte und Prothesenträgerinnen darüber lachen. Dem Premierenpublikum jedenfalls bereitete das komödiantische Kabinettstück größtes Vergnügen. (…)
Ich sage nur: Hier gibt’s was zu lachen, zu lauschen und zu schwelgen. ›Ewig jung‹ hervorragend gemacht, herrlich dargeboten und unbedingt empfehlenswert!«