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Zum letzten Mal Beben!

Das letzte Beben am 17. Mai

In „Beben“ entwirft Maria Milisavljevic eine Welt auf der Schwelle: zwischen Gestern und Morgen, zwischen Frieden und Krieg, Virtuellem und Realem. „Beben“ ist eine sprachgewaltige Textfläche, heiter bis burlesk, mit verstörenden, apokalyptischen Momenten. Sie greift die großen Narrative von Utopie, Schuld und Versöhnung, von Freiheit und Gleichheit auf, und überführt die alltägliche Informationsflut spielerisch in einen vielschichtigen Bühnentext. Ein namenloses „Wir“ erinnert sich an seine Kindheit in den 1980er Jahren und spürt den historischen Veränderungen bis ins Berlin der Gegenwart nach. Es wird zum Zeugen des Ausbrechens eines neuen Krieges, dessen Geschehnisse es in den digitalen Medien teilt. Es ist ihm jedoch unmöglich, sich aus der Zuschauerposition zu lösen. Virtuos zeichnet die Autorin die Gleichzeitigkeit von Virtuellem und Realem – bis zur Verwechslung von beidem. Und so fragt Milisavljevic nach, unter welchen Bedingungen wir zu Handelnden werden, ob wir zuschauen werden, wie das Rad der Geschichte sich weiterdreht, oder ob wir eingreifen werden wie die Mutter am Ende des Stückes, die dem Mörder ihres Sohnes verzeiht, um den ewigen Kreislauf aus Gewalt und Gegengewalt zu durchbrechen.

"Beben" wurde 2016 mit dem Else-Lasker-Schüler-Stückepreis ausgezeichnet.
Die Uraufführung am Pfalztheater inszenierte Fanny Brunner in der Ausstattung von Daniel Angermayr. Die Musik konzipierte Jan Preissler.

Es spielen: Marie Scharf, Marsha Zimmermann, Oliver Burkia, Stefan Kiefer, Daniel Mutlu und Luca Zahn.

Karten für die Letzte gibt es hier oder an der Abendkasse.