Begegnungen!_5: Die Schutzflehenden - Die Schutzbefohlenen.



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Nach Texten von Aischylos und Elfriede Jelinek

Premiere 13|05|2017 | Großes Haus

„Wir leben. Wir leben. Hauptsache, wir leben, und viel mehr ist es auch nicht nach Verlassen der heiligen Heimat.“


Die älteste überlieferte Tragödie Europas erzählt es schon: 50
geflüchtete Frauen gelangen über das Mittelmeer nach Argos,
der Heimat ihres Geschlechtes, wo sie bei König Pelasgos um
Schutz flehen. Dieser gerät in einen moralisch-politischen Konflikt.
Einerseits muss er aus heiligem Recht Asyl gewähren, andererseits
fürchtet er einen möglichen Krieg mit Ägypten sowie den fremdenfeindlichen Unmut seiner Bürger. Die aber wollen trotz ihres Argwohns die Fremden aufnehmen, welche sich wiederum bemühen,
möglichst wenig fremd zu erscheinen.
Als Ausgangsbasis hat Elfriede Jelinek diese antike Tragödie
genutzt, um sich in ihrem 2013 erschienenen (und 2015 um einen
Appendix erweiterten) Text intensiv mit dem aktuellen, dem vorherrschenden Umgang mit Geflüchteten auseinanderzusetzen.
Die Frage bleibt, wie viel sich verändert hat, seit damals 466 v. Chr.
bei der Uraufführung von Aischylos’ Text die Menschen über die
Rechte und ihre Verantwortung im Umgang mit Menschen auf der
Suche nach Schutz nachdachten.
Im Pfalztheater werden die beiden Texte nicht nur in Dialog
gebracht, sondern im Rahmen von „Begegnungen!_5“ werden in
dieser Inszenierung Schauspieler des Pfalztheater-Ensembles, das
Junge Theater und Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaiserslautern gemeinsam auf der Bühne stehen.

Preise F

Besetzung

Hannelore Bähr
Maike Elena Schmidt
Manuel Klein
Harry Schäfer

Leitung

Inszenierung Yvonne Kespohl
Bühne und Kostüme Mariam Haas
Bühne und Kostüme Lydia Huller
Dramaturgie Melanie Pollmann