Zyklus.



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Tanzabend von James Sutherland - Uraufführung
Benjamin Britten: Sinfonia da Requiem op. 20
Philip Glass: Violinkonzert Nr. 1
Samuel Barber: Adagio for Strings
Arvo Pärt: Perpetuum Mobile op. 10
Premiere 01|04|2017 | Großes Haus


„Nur eines lehre ich, jetzt wie früher: Das Leiden und das Ende des Leidens.“ Buddha Siddhartha Gautama


In James Sutherlands großem Tanzabend „Zyklus“ geht es um
die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. Der Tod als
unumgänglicher Teil des Lebenszyklus‘ beschäftigt das Individuum zeitlebens. Religionen und Philosophie sind seit Menschengedenken auf der Suche nach dem Sinn des Daseins und können
bei der Lösungsfindung sowohl hindernd als auch dienlich wirken.
Trotzdem muss jeder seinen eigenen Weg von der Geburt bis zum
Ableben selbst gehen. Wie stark das Leben einen auch immer
ablenken mag, umso intensiver holt einen jeden dieses Rätsel
wieder ein. Beispielsweise in den indischen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus wird genau dieser Zyklus vom
Werden und Vergehen durch den Begriff Samsara (Sanskrit:
beständiges Wandern) geprägt. Der Mensch kann diesen Leidenskreislauf nur durch das Loslassen von Begierden, Wunschvorstellungen, Bindungen und durch den Gewinn von Erkenntnis
überwinden und somit ins Nirwana gelangen. Im besten Fall kann
man dann seinen persönlichen Zyklus in Frieden mit Akzeptanz
und Zufriedenheit abschließen. Sutherland versteift sich aber auf
keine bestimmte Lehre, sondern stellt die Auseinandersetzung
jedes Einzelnen mit dem Thema in den Fokus. Er zeichnet mit seiner Choreographie verschiedene Stadien dieses Prozesses nach
und interpretiert sie mit den Mitteln des Tanzes. Ausdruckstark
wird dies von Musik aus dem 20. Jahrhundert untermalt. Bewusst
wählt Sutherland hier Werke, die sich mit Trauer und Tod auseinandersetzen, ohne aber den Ausblick in Hoffnung zu verweigern.

Preise D

Besetzung

Vittoria Carpegna
Daniela Castro Hechavarría
Laure Courau / Katelyn Skelley
Camilla Marcati
Keiko Okawa
Jura Wanga
Risa Yamamoto
Davide Degano
Chris Kobusch
Salvatore Nicolosi
Ermanno Sbezzo
Duncan C. Schultz
Goh Shibata
Huy Tien Tran
Solovioline Pierre-Eric Monnier

Leitung

Inszenierung und Choreographie: James Sutherland
Musikalische Leitung: Uwe Sandner
Bühne und Kostüme: Claus Stump
Dramaturgie: Elias Glatzle