Die Perlenfischer.



Perlenfischer_Header
Oper von Georges Bizet - in französischer Sprache
Text von Michel Carré und Eugène Cormon
Premiere 04|02|2017 | Großes Haus | In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater Innsbruck


„Die Liebe hat unsere Herzen erfasst und macht uns zu Feinden.“

Georges Bizet, der durch seine „Carmen“ weltberühmt wurde, bevorzugte in seinen Opern oft Stoffe mit orientalischem Flair – so auch
in seinem 1863 am Pariser Théâtre Lyrique uraufgeführten Werk „Die
Perlenfischer“. Es entführt den Zuschauer auf die Insel Ceylon. Dort
beschwören Fischer die Dämonen des Meeres, um sie während
der Zeit, in der nach Perlen getaucht wird, gnädig zu stimmen. Zu
ihrer Unterstützung soll eine Priesterin Tag und Nacht im Tempel
beten. Sie muss sich allerdings stets verschleiert zeigen, andernfalls
droht ihr der Tod. Der Jäger Nadir erkennt in der jungen Frau seine
Jugendliebe Leila wieder. Auch sein Freund Zurga, der König der
Perlenfischer, war früher in das Mädchen verliebt. Um ihre Freundschaft nicht aufs Spiel zu setzen, schworen die Männer damals, ihrer
Liebe zu entsagen. Als Nadir nun bei Leila aufgegriffen wird – eine
Freveltat, wofür beide mit dem Tod bestraft werden sollen –, wird
Zurgas Loyalität zu seinem Freund auf eine harte Probe gestellt.

Mit diesem Sujet folgte Bizet einer Strömung seiner Zeit, in der
großes Interesse an außereuropäischer Kultur herrschte. Ohne auf
authentische folkloristische Musik Ceylons konkreten Bezug zu
nehmen, schuf Bizet einen orientalisch anmutenden Ton, indem
er fremdartige Tonleitern, bizarre Harmonien oder außergewöhnliche Instrumentierungen einsetzte, die seiner eigenen Fantasie
entsprangen. Ein Glanzstück dieses atmosphärisch dichten Werks
ist das Duett zwischen Nadir und Zurga „Au fond du temple saint“,
das zu einem echten Opern-Hit wurde. Aber auch die feine lyrische
Zeichnung der Leila als „femme fragile“ zwischen zwei Männern
nimmt für sich ein, genauso wie die klangopulenten Chorszenen.

Preise C

Besetzung

Leila, eine Tempelpriesterin Christine Buffle / Joanna Moskowicz
Nadir, ein Jäger Daniel Kim / Eric Laporte
Zurga, ein Perlenfischer Bernd Valentin
Nourabad, Gemeindeältester Alexis Wagner

Leitung

Musikalische Leitung: Samuel Hogarth
Inszenierung: Urs Häberli
Bühne: Thomas Dörfler
Kostüme: Michael D. Zimmermann
Chor: Johannes Köhler
Dramaturgie: Elias Glatzle

Orchester, Chor, Extrachor und Statisterie des Pfalztheaters