Tschick.



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Jugendstück von Wolfgang Herrndorf
Premiere 08|01|2017 | Werkstattbühne

„Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist
auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine
Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent
schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten,
das nicht schlecht war.“


Es ist der erste Tag der Sommerferien und Maik ist allein zuhause.
Seine Mutter ist, wie jedes Jahr, in der Entzugsklinik, sein Vater mit
seiner jungen Assistentin auf „Geschäftsreise“. Was Maik bleibt,
sind 200 Euro und das Wissen, dass sich alle anderen gerade auf
der Geburtstagsparty von Tatjana, dem schönsten Mädchen der
Schule, amüsieren. Maik ist nicht eingeladen, obwohl er ein Geschenk für Tatjana hat – und sie ganz schön toll findet.
Dann steht plötzlich Tschick vor Maiks Tür, dieser komische Typ,
der es irgendwie aus der hässlichen Hochhaussiedlung, aus der
er stammt, über die Hauptschule bis in Maiks Klasse auf dem
Gymnasium geschafft hat. Wie genau er das gemacht hat, weiß
keiner. Wahrscheinlich mithilfe der Russenmafia. Jedenfalls steht
Tschick jetzt da und fordert Maik auf, ihn in den Urlaub zu begleiten. Tschick will seine Familie in der Walachei besuchen, und das
in einem geklauten Lada und ohne wirklich zu wissen, wo das ist,
diese Walachei.
Auf ihrem Trip kreuz und quer durch die sommerliche Provinz
Deutschlands treffen Maik und Tschick lauter schräge Typen,
lernen ein wenig über die erste große Liebe und eine ganze Menge
über Freundschaft.
„Tschick“ wurde 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis sowie dem Clemens-Brentano-Preis und 2012 mit dem Hans-FalladaPreis ausgezeichnet. Das in 24 Sprachen übersetzte Buch hat sich
bis Juni 2013 allein in Deutschland über eine Million Mal verkauft.

Preise Werkstattbühne

Mit

Maik Klingenberg Luca Zahn
Tschick Harry Schäfer
Isa Maike Elena Schmidt

Leitung

Inszenierung Michael Götz
Bühne Thomas Dörfler
Kostüme Helen Maria Boomes
Dramaturgie Melanie Pollmann